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Geschichte des Gerichts

Das Verwaltungsgericht Göttingen ist das jüngste und auch das kleinste der sieben niedersächsischen Verwaltungsgerichte.

Durch das Zweite Gesetz zur Änderung des Niedersächsischen Ausführungsgesetzes zur Verwaltungsgerichtsordnung vom 01. April 1992 wurden mit Wirkung vom 1. August 1992 die Auswärtigen Kammern Göttingen des Verwaltungsgerichts Braunschweig gegründet. Möglich wurde dies durch die Schaffung von insgesamt 32 neuen Richterstellen für die niedersächsische Verwaltungsgerichtsbarkeit, insbesondere zur Beschleunigung von Asylverfahren, und der damit einhergehenden Einrichtung neuer Kammern.


Anfangs arbeiteten 16 Bedienstete im Gericht, davon 8 Richterinnen und Richter in 3 verschiedenen Spruchkörpern und 8 Mitarbeiter im nichtrichterlichen Dienst. Sie waren provisorisch in dem vom Amtsgericht Göttingen angemieteten DKV Gebäude am Waageplatz untergebracht. Nach dem Abschluss umfangreicher Umbauarbeiten erfolgte am 17. November 1992 der Umzug in das Gebäude der ehemaligen Landeszentralbank in Göttingen, Berliner Straße 5, in dem sich das Gericht noch heute befindet.


Durch das Gesetz zur Änderung der Niedersächsischen Ausführungsgesetze zur Verwaltungsgerichtsordnung und zur Finanzgerichtsordnung sowie der Niedersächsischen Disziplinarordnung vom 1. Februar 1993 wurden mit Wirkung zum 1. Juli 1993 die Auswärtigen Kammern Göttingen zu einem eigenständigen Verwaltungsgericht; außerdem wurden den Auswärtigen Kammern Lüneburg des Verwaltungsgerichts Stade und die Auswärtigen Kammern Osnabrück des Verwaltungsgerichts Oldenburg zu den Verwaltungsgerichten Lüneburg und Osnabrück. Beide Gerichte bestehen damit solange wie das Verwaltungsgericht Göttingen, können aber auf eine wesentlich längere Geschichte als Auswärtige Kammern zurückblicken.


Der erste Präsident des Gerichts war Dr. Herwig van Nieuwland, der die Auswärtigen Kammern bereits vorher als geschäftsführender Richter geleitet hatte. Dr. van Nieuwland wurde im November 2000 verabschiedet und zum Präsidenten des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts ernannt, das er bis März 2017 leitete; seit März 2013 ist er Präsident des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs. An seine Stelle rückte die bisherige Vizepräsidentin Hannelore Kaiser als neue Präsidentin des Gerichts. Im Januar 2008 wechselte Frau Kaiser als Präsidentin vom kleinsten zum größten Verwaltungsgericht Niedersachsens in Hannover. Ihr Nachfolger wurde der ehemalige Leitende Ministerialrat im Niedersächsischen Justizministerium, Dr. Thomas Smollich, der dem Gericht bis zu seiner Ernennung zum Vizepräsidenten des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts im Juli 2016 vorstand. Seit April 2017 ist er Präsident des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts. Seit dem 1. Januar 2017 leitet Dr. Stefanie Killinger das Gericht, die zuvor ebenfalls im Niedersächsischen Justizministerium tätig war.


Heute sind 36 Mitarbeiter beim Verwaltungsgericht beschäftigt, davon 16 Richterinnen und Richter und 20 Mitarbeiter im nichtrichterlichen Dienst. Die 16 Richterinnen und Richter sind in vier Spruchkörpern (1. - 4. Kammer) eingesetzt. Zusätzlich bearbeiten sie noch das Disziplinarrecht der Landes- und Bundesbeamten (5. und 9. Kammer), das Personalvertretungsrecht des Bundes und der Länder (6. und 7. Kammer) sowie Hochschulzulassungsverfahren (8. Kammer). Die Richter werden von zwei Justizwachtmeistern und weiteren 18 Beamten und Angestellten mit verschiedenen Aufgabenbereichen unterstützt.


Mehr zu der Geschichte der Verwaltungsgerichtsbarkeit, ihrem Aufbau und ihren Aufgaben finden Sie im Landesjustizportal.

Artikel-Informationen

09.08.2018

Ansprechpartner/in:
Frau Dr. Stefanie Killinger

Verwaltungsgericht Göttingen
Berliner Straße 5
37073 Göttingen
Tel: 0551 403-2016
Fax: 0551 403-2000

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